Samstag war es so weit, ich konnte meinen neuen DVB-T-Stick bei der Post abholen. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches nicht so wie mein Cinergy-Stick mit dem E4000 als Tuner läuft, sondern mit dem "Nachfolger", dem r820t von Rafael Micro. Wer mehr über den Stick erfahren will, dem sei folgende Seite empfohlen: http://superkuh.com/rtlsdr.html
Dort findet sich auch das Datenblatt für den Tuner, für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen. Allgemein eine sehr schön und ausführlich gemachte Seite, wenn auch etwas unübersichtlich.
Was bringt der neue Tuner jetzt? Einerseits diskutiert man, ob dieser empfindlicher ist als der E4000, wobei die Tendenzen dazu gehen, dass er besonders in den hohen Frequenzbereichen besser ist als sein Vorgänger. Ich habe noch keine größeren Vergleichstests gestartet, werde das aber auf jeden Fall noch machen. Erste Tests sind sehr vielversprechend, vielleicht war der Cinergy-Stick aber auch einfach sehr taub für seine Spezies.
Schön ist auch, dass der r820t bis auf ungefähr 24 MHz runter kommt, wer also mal in den CB-Funk-Bereich oder das 10m-Band reinhören will, kann hier auch ohne Konverter oder Mods glücklich werden. Zuhause kam ich damit nicht weit, aufgrund von ziemlichem QRM und der 50-cm-Magnetfußantenne auf dem Balkon, welche sicherlich nicht ideal ist. Aber demnächst kommt mal der Draht von RF Systems an die Buchse. À propos Buchse, an dem neuen Tuner ist eine MCX-Buchse verbaut, ein kurzes Adapterkabel auf IEC, ab da kann man den alten Adapter von IEC auf BNC weiter benutzen. Ist aber ein ziemlicher Verhau und sollte dann demnächst mal durch eine saubere Lösung abgelöst werden.
Die Einrichtung funktioniert problemlos, einfach den Stick an USB klemmen, Windows 7 findet den passenden Treiber. Diesen dann wie beim E4000-Stick durch Zadig ersetzen lassen und im SDR-Programm entsprechend auswählen und es kann los gehen.
Demnächst gibt es dann mal einen genaueren Vergleich, was die Teile so können, bin selbst gespannt.
Gedanken über Technik, Sport, Gefahrenabwehr und was einem sonst noch so vor das Hirn fliegt.
Montag, 27. Mai 2013
Donnerstag, 9. Mai 2013
Der SDR Data File Analyser
Vor der Analyse muss man natürlich erstmal ein Spektrum aufnehmen. Dazu bemüht man in der SDR-Radio Console den Data Recorder. Ist dieser noch nicht an seinem Platz, wie im folgenden Screenshot dargestellt, muss man ihn erst "aktivieren". Dazu wechselt man auf den Reiter "Display" und mit einem Klick auf "Data (IQ) Recordings" öffnet sich ein kleines Untermenü, wo man sich für den Recorder entscheidet. Dieser wird dann im Bereich des VFO-B aktiv:
Dann geht es auch schon ans eingemachte, man sollte erstmal auf das Einstellungssymbol in der Button-Leiste klicken und dort die wichtigsten Einstellungen, nämlich potentielle Speicherorte und die Qualität festlegen. Letztere habe ich bisher nur mit 16-bit getestet, da dann schon riesen Datenmengen aus dem Programm heraus fallen. Dazu dient auch der nächste Menü-Punkt, hier kann man nämlich die Aufzeichnung auf feste Dateigrößen splitten, und diese etwas handlicher zu machen. Dazu gleich mehr.
Der Cache bezieht sich auf die Zeit, die das Programm standardmäßig zu der Aufnahme hinzufügt, nachdem man den Record-Button geklickt hat. Somit kann man auch noch nach einem kurzen Signal auf Aufnahme drücken und dieses wird hinzugefügt.
Im Data Recorder an sich sieht man in der Menüleiste ein Auswahlfeld, womit man die Aufnahmedauer begrenzen kann. Und damit dann auch gleich zu dem Haken, den diese großartige Funktion hat, sie produziert nämlich Daten in einer Größenordnung, dass man echt Angst bekommt. Im vorliegenden Beispiel habe ich bei einer Bandbreite von 2,5 MHz, 31 Sekunden Aufnahmedauer und 16 Bit Auflösung eine Datei von ungefähr 350 mb. Für eine Aufnahmedauer von mehreren Stunden, die einem der Recorder anbietet, sollte man also schon über größere Festplatten verfügen...
Für den Analyser empfiehlt Simon übrigens mindestens Win7 64-bit, einen Intel i5, 16gb RAM und eine SSD. In meinem Notebook mit Sandy Bridge-i5 und 8 gb RAM lässt sich schon ganz gut arbeiten, aber auch dieses kommt etwas ins Schwitzen bei der eigentlichen Analyse der Datendateien. Ein schneller Speicher ist ebenso nicht verkehrt, wobei man auch beachten sollte, dass SSD's nur eine bestimmte Anzahl von Schreibzyklen verkraften und solche Datenmengen bei anderen Anwendungen kaum vorkommen. Bei meinen Versuchen komme ich ungefähr auf eine Datenrate von 10mb/s, was sich auch bequem noch per Gigabit-LAN auf ein NAS schieben lässt.
Doch kommen wir endlich mal zum eigentlichen Analyser. Hat man in der Console eine entsprechende Datei aufgezeichnet, kann es los gehen. Man öffnet das Programm und bekommt dann erstmal folgendes zu sehen:
Oben links im Menü geht man jetzt nicht auf "Open", wie man vielleicht zunächst vermuten könnte, sondern auf "New", man will ja eine neue Analyse starten.
Im darauf erscheinenden Menü wählt man jetzt die zu analysierende Datendatei aus. Hat man eine längere Aufzeichnung angelegt, die aus mehreren Dateien besteht, reicht es dennoch die erste Datei auszuwählen, der Analyser sucht sich den Rest dann schon zurecht. Für erste Versuche muss man hier gar nicht unbedingt viel an den restlichen Einstellungen drehen, sondern kann gleich auf Analyse drücken. Darauf rechnet es wild los und wenn alles gut gelaufen ist, sieht es nach einer kürzeren oder längeren Wartezeit so aus:
An den Y-Achsen sieht man die Zeitstempel der Aufnahme, an der X-Achse natürlich wieder die Frequenz, also alles beim Alten. Links oben in dem Kästchen sieht man noch verschiedene Aufnahmedaten.
Dröseln wir erstmal die einzelnen Signale etwas auseinander. Bei knapp 438,200 MHz sehen wir ein Signal mit einem recht konstanten Pegel. Hierbei handelt es sich um den DMR-Repeater auf dem Großen Feldberg im Taunus. Gleich rechts davon dürfte es sich wohl um irgendeine Störung vom RTL-SDR handeln. Weiter oben im Spektrum bzw. weiter rechts in der Anzeige sehen wir ein analoges Sprachsignal. In der Mitte der bekannte DC-Spike. Bemerkenswert ist noch die POCSAG-Aussendungen knapp unterhalb von 440 MHz. Der Rest sind irgendwelche Störungen, die wir ignorieren können. Links unten im Player können wir nun die Modulationsart, einen Audio-Bandpass etc. anlegen und mit einem Klick auf den entsprechenden Punkt im Spektrum das Signal von diesem Punkt an abspielen lassen. Dabei ist auch die Loop-Funktion des Players ganz hilfreich, wenn es sich um kurze Signale handelt oder man beispielsweise bei einem Audio-Dekoder noch etwas an den Frequenzen drehen muss.
Man hat aber auch noch ein paar andere Möglichkeiten, die zumindest einen Ausblick liefern, was mit solcher Software in Zukunft möglich ist. Stellt man etwa in der Mitte der Menüleiste die Funktion des Mauszeigers auf "Signal" um und klickt auf "Signal History", dann kann man sich den Feldstärkeverlauf über die Zeit anzeigen lassen.
Ich habe mal ungefähr die Frequenz des POCSAG-Signals ausgewählt:
Woher der Spike am Ende der Kurve kommt, kann ich mir gerade auch nicht erklären, auch bei der Ausnutzung der Skalen ist sicher noch Potenzial vorhanden.
Eine weitere Möglichkeit, das Spektrum zu analysieren, besteht darin, mit der Maus ein Rechteck in das Spektrum zu ziehen und somit einen neuen Bereich für die nächste Analyse auszuwählen. Bei einer hohen Bandbreite und vielen schmalbandigen Signalen sicherlich eine wertvolle Hilfe.
Soweit erstmal zu dem schicken Stück Software des gesamten Pakets.
Sonntag, 5. Mai 2013
Empfang von DB0MMO mit RTL-SDR
So, nach 2 Wochen Pause wenigstens ein kurzes Lebenszeichen, irgendwie sind die Tage im Moment zu kurz für mehr...
Dieses Wochenende ist ja der DARC VHF-, UHF- und Mikrowellen-Wettbewerb, so kann man auch mal ohne große Antennenanlagen in den Genuss von SSB und CW auf VHF und UHF kommen.
Bei mir im Spektrum ist dann auch mal die Bake DB0MMO aufgetaucht, die vom Geierberg im Spessart mit 15 Watt ERP sendet. Eine Übersicht über die Baken oberhalb der KW gibts natürlich beim DARC: http://www.darc.de/referate/vus/baken/
In Garmin Basecamp habe ich dann mal gemessen, sind immerhin 75 km Luftlinie, und das bei einem RTL-SDR ohne weitere Modifikationen und einer Aufsteckantenne, die ich von einer Ladestation eines Motorola BMD Funkmeldeempfängers habe, also wirklich keine ideale Kombination für den Fernempfang.
Beweisfoto:
Hier sieht man auch ganz gut den Frequenzversatz, aber damit kann ich gut leben. Und man sieht noch ein paar Aussendungen von Temperatursensoren in der Nähe...
Demnächst gibt es dann auch wieder mal mehr von mir, versprochen!
Dieses Wochenende ist ja der DARC VHF-, UHF- und Mikrowellen-Wettbewerb, so kann man auch mal ohne große Antennenanlagen in den Genuss von SSB und CW auf VHF und UHF kommen.
Bei mir im Spektrum ist dann auch mal die Bake DB0MMO aufgetaucht, die vom Geierberg im Spessart mit 15 Watt ERP sendet. Eine Übersicht über die Baken oberhalb der KW gibts natürlich beim DARC: http://www.darc.de/referate/vus/baken/
In Garmin Basecamp habe ich dann mal gemessen, sind immerhin 75 km Luftlinie, und das bei einem RTL-SDR ohne weitere Modifikationen und einer Aufsteckantenne, die ich von einer Ladestation eines Motorola BMD Funkmeldeempfängers habe, also wirklich keine ideale Kombination für den Fernempfang.
Beweisfoto:
Hier sieht man auch ganz gut den Frequenzversatz, aber damit kann ich gut leben. Und man sieht noch ein paar Aussendungen von Temperatursensoren in der Nähe...
Demnächst gibt es dann auch wieder mal mehr von mir, versprochen!
Samstag, 20. April 2013
Askö Guard: Mini-Modding
Nachdem meine GFD Rescue ja mittlerweile nicht mehr so richtig zu gebrauchen sind, habe ich mir ein Paar askö Guard zugelegt. Zum einen sprach der günstige Preis für die Teile, zum anderen der gute Schutz. Die Empfehlung der DGUV für die entsprechenden Leistungsstufen nach EN388 erfüllen sie auf jeden Fall im Bereich der PU-Verstärkung.
Besonders viele Praxis-Erfahrung konnte ich bisher leider noch nicht sammeln. Die ersten Versuche waren etwas durchwachsen, durch das Innenfutter haben mir die Handschuhe nicht das gewünschte Tastgefühl geliefert, weswegen man ja gerade THL-Handschuhe kauft. Ist aber vielleicht auch nur etwas Gewöhnungssache oder ich hätte doch ne kleinere Größe nehmen sollen. Auch die Kombination mit dem Klettverschluss am Handgelenk sehe ich derzeit noch etwas kritisch, ein Bündchen wäre vielleicht einfacher im Handling auf Dauer. Aber wie gesagt, die praktischen Einsätze hielten sich bisher doch sehr in Grenzen, sieht man mal vom Aufräumen nach durchgeführten Übungen ab.
Was mir aber da schon aufgefallen ist, dass die Kombination aus den zwei kleinen D-Ringen in Schlaufen und dem einfachen Metallkarabiner nicht so richtig stabil ist.
Die Schlaufen sind auch zu klein, als das man da immer einen kleinen Karabiner durchfrickeln möchte, jeweils einen Schlüsselring fand ich auch nicht ideal.
Also habe ich mich mal mit vorhandener Reepschnur hingesetzt und mir zwei kleine Schlaufen gebastelt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber würde behaupten, dass es sich um 2mm Reepschnur handelt. Belastbarkeit sollte so oder so kein Problem sein, aber man muss natürlich einen Knoten reinbekommen und das Ergebnis sollte auch nicht zu störrig sein.
Hier das Ergebnis:
Wer sich fragt, was das für ein komisches Teil in der Mitte ist, das Gerät nennt sich S-Biner und wird von der Firma Nite Ize hergestellt. In Deutschland unter anderem bei Globetrotter zu bekommen. Es ist sozusagen ein zweiseitiger Karabiner, im vorliegenden Fall aus Metall und sollte Größe S sein. Zur Bestigung meiner Meinung nach absolut super, weil man die Handschuhe leicht entnehmen kann und auf der anderen Seite nicht Gefahr läuft, beim Entnehmen den Karabiner komplett auszuklinken und damit zu verlieren.
Demnächst sollte ich dazu kommen, die Teile ausgiebigst zu testen, dann werde ich hier natürlich wieder etwas dazu schreiben...
Besonders viele Praxis-Erfahrung konnte ich bisher leider noch nicht sammeln. Die ersten Versuche waren etwas durchwachsen, durch das Innenfutter haben mir die Handschuhe nicht das gewünschte Tastgefühl geliefert, weswegen man ja gerade THL-Handschuhe kauft. Ist aber vielleicht auch nur etwas Gewöhnungssache oder ich hätte doch ne kleinere Größe nehmen sollen. Auch die Kombination mit dem Klettverschluss am Handgelenk sehe ich derzeit noch etwas kritisch, ein Bündchen wäre vielleicht einfacher im Handling auf Dauer. Aber wie gesagt, die praktischen Einsätze hielten sich bisher doch sehr in Grenzen, sieht man mal vom Aufräumen nach durchgeführten Übungen ab.
Was mir aber da schon aufgefallen ist, dass die Kombination aus den zwei kleinen D-Ringen in Schlaufen und dem einfachen Metallkarabiner nicht so richtig stabil ist.
Die Schlaufen sind auch zu klein, als das man da immer einen kleinen Karabiner durchfrickeln möchte, jeweils einen Schlüsselring fand ich auch nicht ideal.
Also habe ich mich mal mit vorhandener Reepschnur hingesetzt und mir zwei kleine Schlaufen gebastelt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber würde behaupten, dass es sich um 2mm Reepschnur handelt. Belastbarkeit sollte so oder so kein Problem sein, aber man muss natürlich einen Knoten reinbekommen und das Ergebnis sollte auch nicht zu störrig sein.
Hier das Ergebnis:
Wer sich fragt, was das für ein komisches Teil in der Mitte ist, das Gerät nennt sich S-Biner und wird von der Firma Nite Ize hergestellt. In Deutschland unter anderem bei Globetrotter zu bekommen. Es ist sozusagen ein zweiseitiger Karabiner, im vorliegenden Fall aus Metall und sollte Größe S sein. Zur Bestigung meiner Meinung nach absolut super, weil man die Handschuhe leicht entnehmen kann und auf der anderen Seite nicht Gefahr läuft, beim Entnehmen den Karabiner komplett auszuklinken und damit zu verlieren.
Demnächst sollte ich dazu kommen, die Teile ausgiebigst zu testen, dann werde ich hier natürlich wieder etwas dazu schreiben...
SDR-Radio V2 beta: Erste Erfahrungen
So spektakulär, wie man vielleicht glauben könnte, ist der Wechsel von den Previews zur ersten Beta-Version gar nicht. Das mag den Einen oder Anderen evtl. enttäuschen, spricht aber für die ersten Versionen.
Was mir bisher aufgefallen ist:
Was mir bisher aufgefallen ist:
- Nach wie vor hoher RAM-Verbrauch. Ich komme gerade mit einem VFO auf 1,1 gb belegten Arbeitsspeicher. Ist bei mir nicht wirklich dramatisch, aber im Vergleich zu HDSDR deutlich mehr. Mag sein, dass da über irgendwelche Optionen noch was zu holen ist, aber out of the box ist das schon ordentlich.
- Mehr Optionen im Einstellungsmenü, unter anderem für VFO-Schrittweiten etc.
- Bei mir funktioniert der Squelch mittlerweile einigermaßen. Dabei weiß ich allerdings nicht, ob das erst seit dieser Version so ist. Zur Anwendung, man sucht sich die passende Frequenz, stellt alles soweit ein (Modulationsart, Bandbreite etc.) und geht dann ins DSP-Menü und drückt auf den "Auto"-Button bei Squelch. Danach sollte Ruhe einkehren, bis man eine Einstellung verändert oder die Frequenz wechselt. Der Schieberegler ist bei mir nach wie vor ohne wirkliche Funktion...
Dienstag, 16. April 2013
Erste Beta von SDR-Radio v2 erschienen
Aus gegebenem Anlass nur eine kurze Info, Simon Brown (HB9DRV) hat gestern die erste Beta-Version von SDR-Radio v2 online gestellt. Leider befinde ich mich gerade in der EDGE-Hölle und der T-Online-Hotspot auf dem Weg zur Arbeit heute Morgen wollte auch nicht so richtig, aber ein kurzer Erfahrungsbericht wird die Tage nachgereicht!
Direkt zur Change-History: http://v2.sdr-radio.com/Download.aspx
Viel Spaß damit!
Direkt zur Change-History: http://v2.sdr-radio.com/Download.aspx
Viel Spaß damit!
Freitag, 5. April 2013
TETRA und SDR
Da die Statistik des Blogs mir erzählt, dass hier doch einige Leute mit den Suchbegriffen "TETRA" und "SDR" her finden, will ich dazu kurz etwas schreiben.
Vor einiger Zeit hat ja das OSMOCOM TETRA-Projekt einiges an Aufmerksamkeit erregt. Voraussetzung ist ein lauffähiges System mit Gnuradio und war damals noch auf das USRP angewiesen. Mittlerweile kann meines Wissens nach Gnuradio auch mit dem FuncubeDongle und auch mit RTL-SDR umgehen.
Von einer Dekodierung für Jedermann mit wenig technischem Aufwand, würde ich aber immer noch nicht sprechen wollen.
Die Firma Wavecom bietet mit W-Code ein kommerzielles Produkt an, welches wohl mit TETRA umgehen kann. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Software für Behörden, zu deren Preis auch noch der entsprechende Empfänger im Bereich eines Winradio Excelsior dazu kommt, also nicht eben aus der Portokasse bezahlbar. Wer sich ansehen möchte, was Wavecom im Bereich TETRA alles so kann, findet hier weitere Informationen.
Und wer eh schon am Geld ausgeben ist, bei Rhode&Schwarz findet man mit Sicherheit auch etwas nettes, bspw. den TSMW.
Alle Lösungen haben jedoch einen Nachteil, sobald der TETRA-Nutzer eine Verschlüsselung nutzt, ist nicht mehr viel mit mithören. Teilweise lassen sich dann noch die Broadcasts des Netzes empfangen und so zumindest das Netz identifizieren, aber das war es dann auch schon. Das betrifft alle Netze, welche den TETRA Encryption Algorithm (TEA) einsetzen. Hier gibt es verschiedene Stufen, wobei man sich in Europa darauf geeinigt hat, bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einheitlich TEA2 zu verwenden. Nutzer, welche sich nicht entsprechend authorisieren können, dürften gar nicht erst an entsprechende Geräte bzw. die entsprechende Firmware kommen.
In Deutschland kommt erschwerend noch hinzu, dass man sich entschieden hat, auf TEA2 aufsetzend noch zusätzlich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) zu verwenden. Das bedeutet, dass nicht nur die Funkstrecke zwischen Endgerät und Basisstation verschlüsselt ist, sondern auch die Verbindungen zwischen den Basisstationen und den Vermittlungsstellen. Es gibt wohl noch Inseln, wo bisher nur mit TEA2 in Deutschland gefunkt wird, aber das soll sich auch auflösen.
Um es kurz zu machen, TETRA dekodieren ist mit gewissem technischem Aufwand und entsprechendem Knowhow möglich. Verwendet der Betreiber eine Luftschnittstellenverschlüsselung, ist man außen vor. Und beim BOSNET in Deutschland ist man schon zweimal außen vor.
Das mag sich in einigen Jahren ändern, aber wenn man sich ansieht, dass GSM mittlerweile auch nicht mehr wirklich sicher ist und es dennoch keine günstigen Handscanner gibt, die hier von bösen Menschen eingesetzt werden können und kommerziell vertrieben werden, dürfte auch bei TETRA noch einige Jahre Ruhe herrschen...
Vor einiger Zeit hat ja das OSMOCOM TETRA-Projekt einiges an Aufmerksamkeit erregt. Voraussetzung ist ein lauffähiges System mit Gnuradio und war damals noch auf das USRP angewiesen. Mittlerweile kann meines Wissens nach Gnuradio auch mit dem FuncubeDongle und auch mit RTL-SDR umgehen.
Von einer Dekodierung für Jedermann mit wenig technischem Aufwand, würde ich aber immer noch nicht sprechen wollen.
Die Firma Wavecom bietet mit W-Code ein kommerzielles Produkt an, welches wohl mit TETRA umgehen kann. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Software für Behörden, zu deren Preis auch noch der entsprechende Empfänger im Bereich eines Winradio Excelsior dazu kommt, also nicht eben aus der Portokasse bezahlbar. Wer sich ansehen möchte, was Wavecom im Bereich TETRA alles so kann, findet hier weitere Informationen.
Und wer eh schon am Geld ausgeben ist, bei Rhode&Schwarz findet man mit Sicherheit auch etwas nettes, bspw. den TSMW.
Alle Lösungen haben jedoch einen Nachteil, sobald der TETRA-Nutzer eine Verschlüsselung nutzt, ist nicht mehr viel mit mithören. Teilweise lassen sich dann noch die Broadcasts des Netzes empfangen und so zumindest das Netz identifizieren, aber das war es dann auch schon. Das betrifft alle Netze, welche den TETRA Encryption Algorithm (TEA) einsetzen. Hier gibt es verschiedene Stufen, wobei man sich in Europa darauf geeinigt hat, bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einheitlich TEA2 zu verwenden. Nutzer, welche sich nicht entsprechend authorisieren können, dürften gar nicht erst an entsprechende Geräte bzw. die entsprechende Firmware kommen.
In Deutschland kommt erschwerend noch hinzu, dass man sich entschieden hat, auf TEA2 aufsetzend noch zusätzlich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) zu verwenden. Das bedeutet, dass nicht nur die Funkstrecke zwischen Endgerät und Basisstation verschlüsselt ist, sondern auch die Verbindungen zwischen den Basisstationen und den Vermittlungsstellen. Es gibt wohl noch Inseln, wo bisher nur mit TEA2 in Deutschland gefunkt wird, aber das soll sich auch auflösen.
Um es kurz zu machen, TETRA dekodieren ist mit gewissem technischem Aufwand und entsprechendem Knowhow möglich. Verwendet der Betreiber eine Luftschnittstellenverschlüsselung, ist man außen vor. Und beim BOSNET in Deutschland ist man schon zweimal außen vor.
Das mag sich in einigen Jahren ändern, aber wenn man sich ansieht, dass GSM mittlerweile auch nicht mehr wirklich sicher ist und es dennoch keine günstigen Handscanner gibt, die hier von bösen Menschen eingesetzt werden können und kommerziell vertrieben werden, dürfte auch bei TETRA noch einige Jahre Ruhe herrschen...
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